Sprachkurse

Können Sie sich noch an Ihre Grundschulzeit erinnern?

ABCDEFG HIJKLMNOP QRSTUVW QRSTUVW XYZ Juchee, das war das ganze ABC!“

Oder waren Sie schon einmal in einem asiatischen oder arabischen Land unterwegs? Mit all den bunten und verwirrenden Schriftzeichen, die alle gleich aussehen? Dann können Sie sich vielleicht vorstellen, wie es Flüchtlingen geht, die aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak zu uns kommen. Sie müssen nicht nur neue Wörter, Bezeichnungen oder eine neue Grammatik lernen – sie kennen auch unsere Schrift, unsere Buchstaben und viele unserer Laute (wie zum Beispiele das <e>) nicht. Zudem waren manche auch in ihrer Heimat schon Analphabeten, da sie aufgrund des Krieges keine Schule besuchen konnten. Ganz abgesehen davon müssen sich diese Menschen in einer völlig neuen Kultur zurechtfinden, die erklärt werden muss, um sie verstehen zu können. Und das kann, wie wir finden, nicht bis zum Integrationskurs warten, an dem die Flüchtlinge erst teilnehmen können, wenn ihr Zulassungsantrag genehmigt ist und ein Platz in einem Kurs frei ist.

16 ehrenamtliche Helfer versuchen deshalb momentan den Pförringer Flüchtlingen das Lesen, Schreiben und Sprechen der deutschen Sprache beizubringen. Dazu sind die aktuell 60 Flüchtlinge in verschiedene Gruppen eingeteilt. Je nachdem ob sie schon Englisch (und damit das lateinische Alphabet) können oder nicht und je nach Sprachstand und Können gibt es fünf unterschiedliche Kurse (Schreiben, Anfänger, Fortgeschrittene). Immer zwei „Lehrer“ geben 90 Minuten Unterricht. Aktuell können wir damit insgesamt neun Termine pro Woche anbieten. Damit das auch weiterhin so bleibt, freuen wir uns natürlich über jeden, der uns bei den Sprachkursen unterstützen möchte! Sie brauchen keinerlei Vorkenntnisse; Sie müssen einfach nur Spaß am Vermitteln der deutschen Sprache und Kultur haben. Alles Weitere ergibt sich!

Wir hoffen, den Flüchtlingen damit den Start in einem fremden Land etwas erleichtern zu können. Denn Sprache vereinfacht das Verstehen, Sprache verhindert Missverständnissen, Sprache verbindet. Und wir hoffen und glauben, dass wir damit das Zusammenleben mit den Flüchtlingen in unserer Gemeinde bereichern können.